Kontakt/Impressum | Zuletzt aktualisiert am 16.05.17
 



Info zur Raschützseite

Hallo "Raschützbesucher", sicher denkt ihr, was ist das nur für ein Durcheinander auf dieser Seite? Tut mir leid, es soll auf alle Fälle mal irgendwann sortiert werden. Es fehlt einfach an Zeit. Im jetzigen Zustand findet ihr hier nur ein Sammelsurium aus allen möglichen Raschützzeilen, die irgendwann mal entstanden sind. Ich wünsche dennoch viel Spaß beim Stöbern.


Wandern und Entdecken im Raschütz

Zum Wandern muss man sich nicht immer in die Ferne begeben. Direkt vor unserer Haustür liegt der Raschütz. Er ist nicht nur eine Idylle, nein er hält auch viele geschichtliche Entdeckungen bereit.


09.04.2017 | "Pädagogischer Nachmittag" im Raschütz

Am 06.04. war der Raschütz Fortbildungsthema des Kollegiums der Grundschule. Da man unmöglich alle interessanten Orte im Waldgebiet anlaufen kann, gab es zunächst etwas "Theorie" im PC-Raum.

Nicht jeder weiß z.B., dass der Feldweg, der sich von Weißig bis Adelsdorf/Skäßchen nördlich am Raschützwald entlang schlängelt, früher mal ein Teil der Panzerstraße von Zeithain noch Königsbrück war. Oder, dass dieser Feldweg noch früher eine wichtige Handelsstraße von Ortrand nach Großenhain war, die erst durch den Flugplatzbau ihre Bedeutung verlor. Und, dass sich hier der Wettinplatz befand. Oder, dass man auf diesem Feldweg noch viel früher mal das Dorf "Horst", das heute Wüstung ist, erreichen konnte. Und so gibt es noch viele interessante Dinge mehr zu erzählen.

Die Wanderung startete dann auf dem Waldsportplatz. Über alte Wegungen, die man heute noch mit gewissem Augenmaß erkennen kann, z.B. Ankerweg und Schwerdtweg, ging es zur Elligast, der Bogensteinbrücke am Schwerdtteich und zum Kleinen Teich, wo eine Rast eingelegt wurde. Auf dem Rückweg zum Waldsportplatz war dann das Ehrenmal an der Weißiger Straße noch Etappenziel. Die "Ehrenmalgeschichte" hat ja nicht unerheblich Bezug zur Schule.


27.03.2017 | 46 Wanderfreunde des SV Motor Großenhain auf Entdeckungstour im Raschütz

Großes Interesse fand am Samstag die Wanderung durch den Raschütz. Angemeldet hatten sich die Wanderfreunde des SV Motor Großenhain. Auch ein paar Einheimische Wanderlustige gesellten sich dazu. 46 an der Zahl standen pünktlich 9.00 Uhr auf dem Parkplatz hinter der Turnhalle. Nach einer "theoretischen bebilderten" Einführung im PC-Raum der Grundschule, ging es über den Ziegeleiweg, O-Weg, Schönborner Mühlenweg, Schwerdtweg und Pechweg zum Kleinen Teich nach Weißig. Von hier aus ging es Richtung Waldsportplatz, wo man sich bei einer Bockwurst stärken konnte. Zurück auf dem Parkplatz hatten dann alle etwas mehr als 10 km in den Beinen.


18.03.2017 | Entdeckungstour im Raschütz

Pünktlich 9.00 Uhr ging es los. 13 Raschützabenteurer ließen sich heute vom Wetter (das übrigens so schlecht gar nicht war) nicht beeindrucken und machten sich auf eine 11km-Rundstrecke quer durch den Raschützwald. Start und Ziel war an der "Waldparkarena". Unter den vielen Zielen waren das "wüste Dorf", drei "Löwensteine", der "Kleine Teich", der "lange Stein" und vieles mehr. Auch die am Anfang der Wanderung versprochene Wildschweinsichtung wurde realisiert.

Habt auch ihr Interesse, den Raschütz mal näher unter die Lupe zu nehmen? Dann meldet euch einfach bei mir. Wir suchen einen Termin.
--> udogabrisch@freenet.de | Tel. 035248-82269

Auch er war heute Wanderziel --> "Der lange Stein"
Viel ist von ihm nicht bekannt. Vielleicht kennt ja jemand seine Geschichte? Man findet ihn am “Flügel 1”, nach etwa einem Drittel des Weges von Brockwitz nach Niegeroda. Stolz präsentiert er seine Größe von etwa 1,50 m und trägt dazu eine Art Krone als Kopfschmuck. An seiner Flanke kann man eine “8” und eine "6" vermuten. “Langer Stein” heißt er in den Meilenblättern des 19. Jahrhunderts. Er wird aber auch schon im 16. und 17. Jahrhundert genannt, in einer Zeit, als Grenzen eigentlich noch mehrheitlich  mit “Reinhauffen” (Aufschüttungen), “Mahlzeichen” (Male an Bäumen) und Bäumen gekennzeichnet wurden. Hier heißt er “an Kols stein” und “Großer Eckstein”. Logisch wäre an dieser Stelle eigentlich ein weiterer Löwenstein. Denn “der Lange” steht genau an der südwestlichen Ecke des damaligen Großenhainer Waldbesitzes. Vielleicht wurde “kols stein” aber auch gegen den “Großen Eckstein” getauscht. Denn 1620 wechselte das Großenhainer Waldgebiet in den Besitz des Kurfürsten. Die “Krone” an dieser markanten Ecke zum benachbarten Waldbesitzer “Hieronymus von Köckeritz”  ..... aber das ist reine Spekulation. In den mir bekannten Karten und Schriften des 20. Jahrhunderts findet “der lange Stein” keine Erwähnung mehr. Aber er hält tapfer durch, heute etwas geknickt aber standfest.


Übrigens Danke an alle, die sich an der Übersetzung des Textes beteiligt haben. Der Text steht in der Karte von 1621 am "Langen Stein". Da steht geschrieben:

Ein großer eckstein stehet gar allein, und Saget Michael Renizsch ein ser alter schwacher Mann von Brockwitz frey heraus, das Er bey seines Lebens gedenken solchen eckstein gar allein stehend gesehen hab, welches dann auch der Oberförster zur Pauls Mül, Hans Gaßel, der es sonderlich wissen solt bekennen thut: hierauf ist vergleichung getroffen worden wie folget:
Es beruft sich auch der vom Kockeritz auf seine Stellung, deren Sein Vater Seliger und Er sich also üblichen gebrauchen dürfen, zeiget auch das stell Loch in einer Kiefer an, welches von der Erden 4 ½ Ellen hoch im Baum stehet.


Ich deute das so, dass einfach alle Beteiligten der Grenzvermessung von 1621 bekunden, dass der Stein für sie schon immer da steht. Also auch der alte Mann aus Brockwitz, der Oberförster zur Paulsmühle und von Köckeritz kennen die Herkunft und Bedeutung des Steins nicht.


27.11.2016 | Erfreulich - Altreifen liegen nicht mehr im Raschütz
Erfreuliche Geschichte. Die Altreifen liegen nicht mehr im Raschütz. Die Gemeinde Lampertswalde hat sich darum gekümmert. Danke!

13.11.2016 | Traurig - Altreifenentsorgung im Raschütz
Traurige Geschichte. An der Kreuzung O-Weg mit dem Ziegeleiweg wurde ein kompletter Satz Pkw-Reifen mit Felge entsorgt. Wie kommt man nur auf solch eine Idee? Was geht in einem solchen Entsorger-Kopf vor?

Vielleicht plagt den Entsorger bei jeder Vorbeifahrt in Zukunft das schlechte Gewissen. Dann kann er die Räder ja wieder mitnehmen, die übrigens so schlecht noch gar nicht aussehen.


29.09.2016 | Wolfsrudel im Raschütz
Das Kontaktbüro "Wolfsregion Lausitz" berichtet mit Stand 28.09.2016 von den aktuellen Wolfs-Rudelterritorien. Zu lesen ist hier auch, dass im Frühsommer 2016 ein Rudel im Raschütz durch Aufnahmen von Welpen bestätigt werden konnte. Auf der Seite "Jagd Wild Natur" ist zu lesen, dass es Hinweise auf mindestens drei Welpen gibt.

Wer mehr wissen will klickt hier:
Wolfsregion-Lausitz | Jagd Wild Natur | Wolfsmonitor


29.09.2016 | GEOCACHING im Raschütz
Wer im Raschütz nicht nur wandern möchte, versucht sich vielleicht beim Geocaching.
Hier der Links zur Tour "Ü-Ei im Raschütz"
Als weiterer Vorschlag hier eine Tour rund um das "Schloss Schönfeld"


21.03.2016 | Raschützwanderung bei herrlichem Wanderwetter

Der Wettergott hatte gute Laune und schickte zur Raschütztour am 19.03. bestes Wanderwetter. Insgesamt 24 Wanderfreunde fanden sich 9 Uhr auf dem Waldsportplatz ein, um die "Etappenziele" in Angriff zu nehmen.

Schon recht bald wurde klar, will man im Raschütz Geschichte sehen, dann ganz sicher nicht am Wegesrand. Sehr oft musste vom Weg abgewichen werden, um die Sehenswürdigkeiten zu erreichen. Alle hielten das aber tapfer durch. Insgesamt wurden 10 km Wegstrecke absolviert.

Gegen 13.30 Uhr erreichte unsere bunt gemischte Truppe dann wieder den Waldsportplatz. Ch. Thiel wartete hier mit einer Überraschung auf die Wandersleute. Er spendierte Wiener und Bockwurst. Das Wandererdank ist ihm gewiss.

Meinerseits hoffe ich, dass ich ein paar interessante Dinge zur Geschichte unseres Raschützwaldes rüber bringen konnte. Wenn Interesse besteht, kann diese Aktion gern wiederholt werden. Meldet euch einfach bei mir zur Terminvereinbarung. | Udo



18.02.2016 | Platten verschwunden

Vor nunmehr 30 Jahren wurden die Gehwegplatten am Ehrenmal an der Ortsverbindungsstraße von Lampertswalde nach Weißig gelegt. Diese sind inzwischen wahrscheinlich so wertvoll geworden, dass sie wo anders benötigt werden. Im Foto sieht man, dass das ganz frisch ist. An anderen Stellen sieht man, dass das nicht das erste Mal passiert. Da sind in den letzten Jahren schon mal welche verschwunden. Man könnte denken die Wildschweine waren es. So sauber arbeiten diese dann aber wohl doch nicht.



31.12.2015 |NEUES vom Ehrenmal an der Weißiger Straße

Ich war in den letzten Tagen noch mal in der Spur in Sachen Ehrenmal an der Weißiger Straße. Es ist schon eigenartig - ein Foto vom Originalzustand des heutigen Steines ist nicht aufzufinden. Beinahe könnte man meinen er sieht schon immer so aus. Hier könnten also nur die Schulanfänger der Jahrgänge 1985 bis 1989 helfen. Vielleicht ist ja bei der Halstuchübergabe zufällig ein Foto geschossen worden, wo der Stein mit drauf ist.

Zur Geschichte der "Waldgedenkstätte" gibt es aber neue Erkenntnisse. Dazu habe ich mal im Archiv der Schule gestöbert. Die Geburtsstunde liegt wohl im Jahr 1968. Übrigens habe ich auch bei vielen "reiferen" Kollegen nachgefragt. Auch eigenartig, es kann sich einfach keiner an irgendwelche genau datierten Fakten erinnern.

In der neu aufbereiteten
Foto-Strecke habe ich mal versucht, die folgenden geschichtlichen Fakten zu untermalen.

Ende April, Anfang Mai 1945
Fakt ist, dass es rund um den Raschütz in den letzten Kriegstagen zu heftigen Gefechten zwischen Wehrmacht und Roter Armee kam. Die Einwohner verließen in den ersten Maitagen 1945 zu großen Teilen ihre Gehöfte. Vor allem in Weißig a.R. gab es große Zerstörungen an den Gebäuden und viele gefallene Soldaten. Direkt im Raschütz erinnern heute drei Ehrenmale daran, zwei bei Brockwitz und das an der Weißiger Straße.

Kampfappell am 28.10.1968
Die Geburtsstunde des Ehrenmals an der Weißiger Straße ist mit großer Wahrscheinlichkeit der 28.10.1968. An diesem Tag fand ein "Kampfappell" mit vielem Drumherum statt. Ob nun genau an dieser Stelle gefallene Soldaten gefunden wurden, dazu gibt es widersprüchliche Aussagen. Man kann wohl eher davon ausgehen, dass die Waldgedenkstätte eine Idee der Lampertswalder Schule war und dass dafür ein geeigneter Ort im Raschütz ausgesucht wurde.
Auf den Fotos ist eine einfache Kiesfläche, umrandet von einem kleinen Birkenzaun, zu sehen. Eine Gedenktafel wurde enthüllt (laut Plan Kampfappell), ob es schon die von 1978 ist, ist mir nicht bekannt. Im Foto ist diese mit einer FDJ-Fahne abgedeckt.


Subbotnik am 24.09.1977
Bei einem Arbeitseinsatz 1977 sieht man den alten Gedenkstein. Die Fläche ist inzwischen von einem Metallzaun umgeben.

Meeting am 09.09.1978
1978 gab es eine feierliche Weihe der Gedenkstätte, wieder mit vielem Drumherum. An der Gedenkstätte fällt jetzt ein etwa ein Meter breiter Plattenweg zum Gedenkstein auf. Die SZ schreibt am 12.09.1978 davon. Im Artikel steht, dass die Gedenkstätte vor zehn Jahren geschaffen wurde. Deshalb denke ich, dass der 28.10.1968 als Geburtsstunde passt.
Auf weiteren Fotos fallen mir plötzlich links und rechts vom Gedenkstein zwei Baumstümpfe auf?! Oder sind es Pflanzschalen? Waren die vorher immer verdeckt? War 1968 der Kies so hoch aufgeschüttet?


22.05.1984 --> Rat des Kreises "Gedenkstätte hinterlässt den Eindruck eines verwahrlosten Zustandes"
1984 wendet sich der Rat des Kreises an die Gemeinde Weißig a.R. Wörtlich kann man lesen: "Die Gedenkstätte ist völlig ungepflegt und hinterlässt den Eindruck eines verwahrlosten Zustandes. Die Aussage auf der Gedenktafel ist politisch nicht exakt und gerechtfertigt. ..." Der Gemeinderat von Weißig a.R. bittet daraufhin die Schule, erforderliche Maßnahmen einzuleiten, damit die Gedenkstätte spätestens zum 35. Jahrestag der DDR ein würdiges Aussehen erhält.

08.05.1985 --> Neuer Stein gesetzt?
Vielleicht war der schlechte Zustand auch auf die Erneuerungspläne zurückzuführen. In den Schulmesseunterlagen des Schuljahres 1984/1985 finde ich dann den einzigen Hinweis auf den heutigen Text. Hier ist erwähnt, dass bis zum 40. Jahrestag der Befreiung ein neuer Gedenkstein errichtet werden soll. Der geplante Text ist der heutige (alle sechs Zeilen). Keine Ahnung, ob es zur Umsetzung des Planes kam. Kurios ist auch, dass ich selbst seit 29.04.1985 an der Schule tätig bin. Auch mir sind keinerlei Aktionen rund um die Gedenkstätte in Erinnerung.

26.09.1985 --> Letztes "Lebenszeichen" vor der Wende
In der Schulmesse findet man am 26.09.1985 noch einmal eine Pionieraufnahmefeier. Auf den Fotos ist der Stein leider nicht zu sehen. Man kann aber vermuten, dass er steht. Die Fläche ist jetzt komplett mit Platten ausgelegt, der Zaun rundherum ist verschwunden. ... Das ist das bisher letzte "Vorwende-Lebenszeichen" der Gedenkstätte.

PS: Ich bin jedem dankbar, der sich an der Recherche zur Gedenkstätte beteiligt. Ich nehme gern weitere Puzzleteile dazu auf. Der Text ist jedenfalls nicht reif für die ZEITUNG. |
udogabrisch@freenet.de



Text vom 20.11.2015
Langjähriger Trugschluss

Bisher bin ich davon ausgegangen, dass der Stein kurz nach der Wende durch die Gemeinde Weißig saniert und der alte Schriftzug durch einen neuen ersetzt wurde. So hat mir das mal irgendwann jemand erzählt und ich habe den Fakt so übernommen. Als alten Text habe ich immer vermutet "Den Opfern von Faschismus und Krieg" ersetzt durch "Unserer Heimat in ehrendem Gedenken". So habe ich es hier seit 10 Jahren auf der Seite stehen und keiner hat mich auf den wahrscheinlich langjährigen Trugschluss hingewiesen.

Mehr durch Zufall kam der Gedenkstein am Dienstagabend im Gemeinderat auf die "Tagesordnung". Ein Bürger gab den Hinweis, dass der Stein beschädigt wurde. Auf einmal setzte sich das Puzzle ganz anders zusammen. Es gab immer nur einen Schriftzug. Dieser lautete wahrscheinlich:

"
DEN BEFREIERN UNSERER HEIMAT
VON FASCHISMUS UND KRIEG IN EHRENDEM GEDENKEN
"

Drei Zeilen sind verschwunden. So kann man heute lesen
"UNSERER HEIMAT IN EHRENDEM GEDENKEN"

Dies ist aber schon sehr lange so, es ist kein aktueller Vorgang. Das Foto hier ist aus dem Jahr 2005. Die Zeilen sind aber wohl schon viel ehrer verschwunden, wahrscheinlich schon in den Wendewirren Anfang der 1990er Jahre.

Wo liegt der Ursprung der Gedenkstätte
Grund genug, sich mit dem Sachverhalt zu beschäftigen. Welchen Ursprung hat eigentlich diese Gedenkstätte?
Bekanntlich war der Raschütz in den ersten Maitagen 1945 noch stark umkämpft. Es gab viele Gefallene und vor allem Weißig wurde arg in Mitleidenschaft gezogen.

Meine ehemalige Klassenleiterin B. Wenzel begann 1969 als Lehrerin in Lampertswalde und bereits damals diente die "Waldgedenkstätte" der Schule als Ort der Aufnahmefeier der Erstklässler in die Pionierorganisation. Ich selbst konnte dies 1969 als Erstklässler miterleben, habe aber keinerlei Erinnerungen daran.

9. September 1978 - Feierliche Weihe der Gedenkstätte
Auf Initiative vom damaligen Schuldirektor Herbert Gärtner erhielt die Waldgedenkstätte in den 70er Jahren einen Gedenkstein. Am 09.09.1978 fand dazu eine feierliche Weihe der Gedenkstätte statt.
Dies schrieb die damalige Klasse 5a in ihrem Beitrag zur Schulmesse. Gleichzeitig schreiben die Schüler, dass sie die Gedenkstätte bereits seit Ende der 1. Klasse, also seit 1975, als Pionierobjekt betreuen.

Auch die BSG Lok Lampertswalde war mit einer Delegation dabei. Im Bild seht man Mitglieder der Sektion Fußball.

Interessant, der Gedenkstein war damals ein anderer, ein viel kleinerer. Die Aufschrift damals:
"Die Opfer des 2. Weltkrieges mahnen zu Frieden und Freundschaft."


Auch Ortschronistin Annelies Bennewitz kann sich noch genau an den kleineren Stein erinnern und wüsste auch zugern, wo dieser heute lagert.
Zum Aufstellen des heutigen größeren Steins kam es wohl im Jahr 1985. Ein ehemaliger Kollege erinnert sich, dass der Stein zum 40. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus aufgestellt werden sollte. R. Wende und auch ich vermuten, dass der Stein über den Patenbetrieb, das Synthesewerk Schwarzheide, organisiert wurde. Gleichzeitig wurde die Fläche damals mit Platten belegt.
Frau Wende kann sich noch sehr gut an die Pflege des Objekts erinnern, die sie auf ihrem Nachhauseweg von der Arbeit im Lampertswalder Schulhort ehrenamtlich übernahm.

Die Schule nutzte den Ort bis zur Wende weiterhin zur Aufnahme der Kinder in die Pionierorganisation
. Danach geriet aber wohl schnell alles in Vergessenheit. Pioniere gab es nicht mehr. Die Schule hatte andere Probleme zu bewältigen.


19.10.2015 | "Was verbindet Großenhain mit unserem Raschütz?" - oder einfach - "Denkmalpflege"

Zu Großenhain gehört bekanntlich nicht nur Kleinraschütz. Ja, ein Teil nennt sich sogar Großraschütz. Nicht jeder weiß aber, dass Großenhain auch mal ein Stückchen vom ganz großen Raschütz besessen hat. Mit dem ganz großen Raschütz meine ich das Waldgebiet, das inzwischen Zentrum der Gemeinde Lampertswalde genannt werden könnte. Denn alle Ortsteile reihen sich irgendwie ringsherum auf.

Im Buch "Großenhainer Pflege", herausgegeben von Dietrich Hanspach und Haik Thomas Porada, ist zu lesen...

Im Jahr 1419 verkauft Johann von Köckeritz auf Walda die halbe Heide zu Raschütz (dy halbe heyde czu Roschewicz) und den Stolpenbusch an das Kloster Hain. ... 1594 gehört ... die Mitte dem Rat zu Hain. ... 1620 war die Stadt Hain arg verschuldet und musste ihren gesamten Grundbesitz, darunter ihren Raschützanteil, an den Landesherrn verkaufen.

Irgendwann in diesen 200 Jahren setzte Großenhain um sein Stückchen Raschütz Grenzsteine. Zu erkennen waren diese durch den darauf abgebildeten Löwen, dem Stadtwappen von Großenhain. Mir sind inzwischen fünf noch vorhandene Steine bekannt. Ausgerechnet den am besten erhaltenen, ging es in den letzten Jahren nicht so gut. Er war umgekippt und der Löwe war somit der Witterung stärker ausgesetzt als das im stehenden Zustand der Fall ist.

Nun fand endlich die "Rettungsaktion" statt. Mit Hilfe von Gemeindearbeitern wurde der Stein wieder aufgerichtet. Wollen wir hoffen, dass er der Nachwelt noch lange erhalten bleibt und seine Geschichte erzählen kann.


Die Löwensteine im Foto --> Klick


Anmerkung: Mit großer Wahrscheinlichkeit gab es noch eine ganze Menge mehr "Löwensteine". Zumindest von einem ist noch zu lesen. Im Buch "Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen" von 1914, wird von einem weiteren Stein berichtet, der an der Straße von Weißig nach Blochwitz steht. Ob es sich nun um einen weiteren Stein handelt, ist mir nicht bekannt. Es könnte auch der Stein sein, der jetzt in Großenhain im Museum steht. Dort kann man mir leider keine Auskunft geben, wie der Stein ins Museum gelangt ist.


05.10.2015 | Klasse 2 auf Entdeckungstour im Raschütz
Die zweiten Klassen waren heute im Raschütz unterwegs. Bei tollem Wanderwetter hatten alle beste Laune und hörten so manches Wissenswerte über die Raschützgeschichte. Man musste gut zuhören, denn nur so konnte am Ende der Raschützschatz gehoben werden.

Gleich zu Beginn zeigte uns ein Jäger die Jagdbeute der letzten Nacht. Eine Sau wurde geschossen. Erstes Wanderziel war der "Kleine Teich" (bei den Weißigern auch Buschteich genannt). Nach der Frühstückspause ging es dann quer durch den ehemaligen "Grünen Teich" und auf dem Pechweg bis zum "Schwerdtteich". Hier war die Bogensteinbrücke und ein Grenzstein der Stadt Hayn zu entdecken. Vor der Schatzsuche auf dem Waldsportplatz ging es natürlich noch durch das wüste Dorf Rasewicz, dessen Namen unser Raschütz heute trägt.

Auf dem Waldsportplatz wurde dann der Schatz gesucht und auch gefunden.



21.09.2014 | Im östlichen Raschützteil trifft man auf die Serckteiche - Ein Wanderbericht von Micha > Klick


12.09.2014 | Klasse 2 auf Schatzsuche im Raschütz
Bereits am 4. September erkundete die Klasse 2 unseren Raschütz, der ja inzwischen das Zentrum der Gemeinde Lampertswalde ist und seinen Namen vom wüsten Dorf Rasewicz (Raschütz) übernommen hat.
Entlang dem Eligastbach erforschten die Kinder zunächst den Buschteich (Kleiner Teich), wanderten dann quer durch den ehemaligen Grünen Teich, erreichten schließlich den Straßenteich und sahen in nicht allzu weiter Ferne auch den Dorfteich von Weißig.
Weiter ging es auf dem Pechweg - der an diesem Tag von unzähligen Maronen übersät war - zur Bogensteinbrücke und damit zum Schwerdtteich.


Dann musste eine knifflige Aufgabe gelöst werden. Nur wenn der Löwenstein (Grenzstein der Stadt Hayn) gefunden wird, zeigt sich im verlassenen Dorf Rasewicz ein Schatz, der hier seit mehreren Jahrhunderten vergraben ist. Mit vereinten Kräften wurde der Stein aber gefunden und wenig später auch der Schatz (mit hunderten essbaren Gummitierchen) im etwa 500 m entfernten Rasewicz gehoben.

Auf dem Waldsportplatz gesellte sich dann endlich auch die Sonne dazu. Nach einer halben Stunde bei Spaß und Spiel im Areal der "Waldparkarena", ging es dann mit ihr gemeinsam wieder zurück zur Schule.


05.02.2014 | Die Bogensteinbrücke

Begibt man sich heute von Lampertswalde nach Blochwitz oder umgekehrt, dann nutzt der normale Mitbürger wohl sicher in den meisten Fällen die Straße vorbei am Waldsportplatz und am Feuerwachturm. Dies war vor ein paar hundert Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit nicht immer so. Schaut man auf alte Kartenwerke, dann konnte man zwischen drei "Hauptmagistralen" wählen. Diese Wege sind heute teilweise noch erhalten und an den ehemaligen Teichen für jeden noch deutlich sichtbar.

Micha hat sich vom Raschützfieber anstecken lassen und war am Wochenende mal auf dem westlichsten der drei Wege unterwegs. Hier auf dem "Schwerdtweg", dem Grenzweg zwischen dem "Hayner Raschützstück" und dem Gebiet des Kurfürsten, trifft man mitten im Wald auf die interessante "Bogensteinbrücke". Leider ist diese am Zerfallen. Vielleicht kann in naher Zukunft mal ein Fördertopf für eine Sanierung angezapft werden.

Hier geht es zu Micha's "Wanderbericht" -> Klick


05.04.2013 | Unser Raschütz hat auch eine militärische Vergangenheit

Beim Wandern im Raschütz begegnet einem auch die militärische Vergangenheit des Waldes. Davon zeugen noch viele Betonbauten aber auch Ehrenmale verstreut über das knapp 800 ha große Gebiet.

Schon im 7-jährigen Krieg wird unser Raschütz als Kriegsschauplatz genannt. In den letzten mehr als 20 Jahren waren es nur die Jäger, die sich mit einer Waffe durch den Raschütz bewegten. Zuvor versuchte sich ja bekanntlich die Nationale Volksarmee der DDR und konnte durch den Lauf der Geschichte gerade noch gestoppt werden. Und die vielbenutzte Panzerstraße hat für so manchen Waldbrand gesorgt.

Und dann hatten wir ja noch die Radarstation (bei Skäßchen). Auch diese Betonbunker werden Wind und Wetter wohl noch ein paar hundert Jahre trotzen. Nur ein paar Meter danaben liegen die Betonplatten von den gesprengten Schießständen. Ende des 2. Weltkrieges wurde unser Raschütz Kampfgebiet. Der gesamte Niederraschütz mit etwa 350 ha wurde Opfer der Flammen der Kriegshandlungen.

Als Raschütz-Fan würde ich es natürlich am liebsten sehen, wenn das ehemalige NVA-Gelände für jeden zugänglich ist und der Wald sich weiter erholen darf. Wer sich etwas in dem Gebiet auskennt, weiß, dass das NVA-Gelände ein Teil des historischen Kerns des Raschützwaldes ist. Uralte Wegungen (Schwerdt- und Ankerweg) kreuzen das Gebiet und sind teilweise noch erhalten. Und die Einwohner des wüstgegangenen Dorfes Rasewicz könnten am Gartenzaun stehend das Gelände einsehen.


Bilder: oben - NVA-Gelände | rechts - gesprengte Schießstände | unten - Radarstation


06.02.2013 | Sport- und Erholungsgebiet --> Der Raschütz

Sehenswertes - Wissenswertes
Bei gegnerischen Fußballvereinen ist unsere "Waldparkarena" im Raschütz gefürchtet und wird auch manchmal einfach "Acker" genannt. Damit ist unser schöner Waldsportplatz gemeint. Er liegt genau an der Grenze zwischen Bauernwald und Wald des Kurfürsten, an einem wohl der ältesten noch ursprünglichen Wege, dem sogenannten O-Weg. Aber auch der zweigt schon etwas vom Original von vor 400 Jahren ab.

Also, wer vielleicht etwas mehr wissen will vom Raschütz, den lade ich gern mal wieder zu einer geführten Wanderung ein, einfach melden. Man kann aber auch hier beim Lesen schon eine Menge erfahren, hoffe ich jedenfalls.

Hier schon mal ein paar Beispiele zum "Warmmachen".
Alle Einheimischen müssten ja wissen, dass es unweit vom Feuerwachturm vor 600 Jahren mal ein Dorf gab, dessen Namen unser Raschütz heute trägt. Gleich daneben liegt ein weiteres wüstes "Dorf". Das hat die NVA vor 25 Jahren gebaut.
Auch Großenhain mischte schon mal mit im Raschütz. Vor 400 Jahren gehörte der Mittelteil der Stadt. Grenzsteine (Foto)
kann man heute noch besichtigen.

Sogar die Fischwirtschaft wurde im Raschütz einmal groß betrieben. Zwischen Schönborn, Blochwitz und Weißig gab es an der Elligastbach einst sieben Teiche. Die Dämme sind bis heute geblieben. Fährt man heute von Lampertswalde nach Blochwitz, dann überquert man z.B. den Damm zwischen Mittel- und Schwertteich. (Foto: Damm zw. Mittel- und Oberteich)


Neugierig geworden?
Die Raschützseite ist in Arbeit.



06.02.2013 | Raschütz - Grenzstein Nummer 4

Zur Geschichte - Vor etwa 400 Jahren gehörte der mittlere Teil (gelblich) vom Raschütz der Stadt Hayn (Großenhain). Der westliche Teil (rötlich) gehörte einem Hieronymus v. Köckeritz zu Walda, der östliche Teil dem Kurfürsten. Auf der Karte (von Öder/Zimmermann 1618) ist oben Süden.
Als Hayn der "Reichtum" plagte, wurde der Teil an den Landesherrn verkauft. Aus dieser Zeit stammen Grenzsteine, die man heute noch bestaunen kann. Aus einer Dokumentation weiß ich, dass es noch vier Stück geben soll, drei im Raschütz (Standorte sind mir bekannt) und einer im Museum "Alte Lateinschule" Großenhain.

Gestern war ich dort, ich konnte ein Foto schießen und denke, ja - er ist es - der vierte Stein. Die drei Steine im Raschütz sind übrigens bedeutend besser erhalten.

Schade, die Geschichte des Steines, wie, wann und warum er im Museum Großenhain gelandet ist, ist mir unbekannt. Ich hoffe, dass die Mitarbeiter des Großenhainer Museums vielleicht in älteren Unterlagen dazu noch etwas finden.


08.08.2011 | Die Entwicklung des Sports in Lampertswalde
Im Jahre 1997 informierte der damalige Vereinschronist Johannes Krause in einer dreiteiligen Folge im Gemeindeblatt über die Entwicklung des Sports in Lampertswalde.
Es wird angenommen, dass die Gründung des ersten Turnvereins "FRISCH, FROMM, FRÖHLICH, FREI" etwa in den Jahren 1933/34
erfolgte. Alles begann mit dem Aufbau einer Reckstange im Garten oder Hof des Klempnermeisters Franz Mühle. Über viele "Sportliche Großtaten" kann man in dem Artikel lesen, z.B. dass Faustball mal groß in Mode war, dass 1947/48 der Waldsportplatz mit dem Ochsengespann von Gerhard Gräfe erweitert wurde, dass 1962 mit dem Bau der Turnhalle begonnen wurde oder dass 1966 ein alter Packwaggon der Reichsbahn per NVA-Panzer vom Bahnhof Lampertswalde bis zum Waldsportplatz gezogen wurde und danach 26 Jahre als Umkleidekabine diente.

Wer alles ganz genau lesen will, klickt hier ---> Klick


03.04.2011 | Hortnerinnen und Lehrerinnen gemeinsam auf Exkursion
Am Sonnabend machten sich die Kollegien des Hortes und der Grundschule gemeinsam auf den Weg in Richtung Raschützwald. Aus diesem kam man dann nach fast sechsstündiger Wanderung mehr oder weniger geschafft wieder heraus. Ziel dieser Exkursion war es, nach Spuren der Geschichte zu suchen. Schließlich trägt unser Raschütz den Namen eines Dorfes, das vor etwa 600 Jahren nahe des heutigen Feuerwachturmes zur Wüstung wurde. Weitere Etappenziele waren unter anderem Grenzsteine der Stadt Hayn (Großenhain), die bis vor etwa 400 Jahren Teileigentümer des Waldes war, die Elligast, die zwischen Schönborn und Weißig einmal sieben Teiche mit Wasser füllte und von denen heute nur noch der Kleine Teich (Buschteich) übrig ist.

Ein paar Fotos im Foto-Center --> Klick


29.10.2005 | "Wandern und Touristik"
Ja, so hieß sie, die einst mitgliederstärkste Sektion der BSG Lok Lampertswalde. Zu ihr zählten so ziemlich alle BSG-Mitglieder, die eigentlich keinem Sport nachgingen. Das ist aber nun schon 15 Jahre her.

Noch viel ältere Dinge kann man erforschen, wenn man sich einmal wandernd durch unseren Raschütz bewegt.

Zum Beispiel der Stein im Bild links. Er ist etwa 400 Jahre alt und ist ein Grenzstein der Stadt Hayn (Großenhain), der einst ein Stück des Waldes gehörte. Bei genauem Hinschauen erkennt man noch den Löwen aus dem Großenhainer Stadtwappen.

Der Damm im rechten Bild liegt wenige hundert Meter südlich von Blochwitz. Er trennt Mittel- und Oberteich. Auf einem anderen Damm, dem zwischen Schwerdt- und Mittelteich führt die Straße von Lampertswalde nach Blochwitz.

Interessant ist auch die Geschichte des Dorfes "Rasewicz". Vor etwa 800 Jahren befand sich dieser Ort nahe des heutigen Feuerwachturmes.


Grenzstein der Stadt Hayn.


Damm zwischen Mittel- und Oberteich.





24.09.2005 | "Fahrschule" auf dem Waldsportplatz
Auf dem Waldsportplatz hat mal wieder jemand für die Fahrschule das Fahren im Kreisverkehr geübt. Nicht gerade die feine Art.

09.04.2006 | Hier könnte ich die Geschichte von meinem Aprilscherz weiter schreiben. Wie man sieht, hat Präsident Werner die klamme Vereinskasse gleich mit auf dem Fußballplatz. Gemeinsam mit Frank erleichterte er alle Zuschauer um je einen Euro und fragte im selben Zuge nach Sponsorengeldern. Leider verpasste man es, die Kasse mit dem Verkauf von Getränken etwas aufzufüllen. Pünktlich 20 Minuten vor Spielende war das Bier alle. Im Foto sieht man Lutz, der mit ungestilltem Durst wieder abtreten durfte.

01.04.2006 | Vereinsleitung weiter auf Sparkurs
Pünktlich zum 1. April greifen weitere umfangreiche Sparmaßnahmen, um die klamme Vereinskasse zu entlasten. Wie in der letzten Leitungssitzung beschlossen, trifft dies auch die gastronomische Versorgung auf dem Waldsportplatz. Da die Fußballsaison bereits um zwei Wochen verlängert wurde, will man bis weit in den Juni hinein, die vorhandenen Schneemassen zur Kühlung der Getränke und Bockwürste nutzen. Sämtliche Kühlgeräte wurden bereits vom Stromnetz getrennt.
Wie man im Foto sieht, war das Spiel des SV Quersa heute als erstes davon betroffen.


18.03.2006 | Eismassen haben den südlichen Raschütz erreicht
"Die Eiszeit rückt näher. Die Eismassen haben heute den südlichen Raschütz erreicht. Von der Ostsee kommend hat der Eispanzer Blochwitz überrollt und Ausläufer der Gletscherzunge erstrecken sich auf dem Waldsportplatz."
Eismassen packen das nördliche Tor.

Was für die Fußballer und den Sportplatz überhaupt gut ist, ärgert jetzt die Grundschüler. In zehn Tagen soll hier der Schulcross entlang gehen. Ich hoffe, dass der Berg bis dahin soweit abgeschmolzen ist, dass die Kinder links und rechts vorbei kommen oder notfalls den Berg überwinden können.

Drei Fotos -> Klick

16.03.2006 | Der Waldsportplatz wurde vom Schnee befreit
Evi Richter am SteuerBei 40 cm Schneehöhe "Ski und Rodel gut" auf dem Waldsportplatz. Diese Meldung zählte bis gestern und machte den Fußballern gar keine Freude. Dank der Unterstützung der "Lampertswalder Sachsenland Agrar GmbH" und einigen Unermüdlichen des Sportvereins, wurde der Platz gestern und heute geräumt. Die Firma stellte ein Räumfahrzeug zur Verfügung. Gesteuert wurde der Schneepflug von Sportfreundin Evi Richter aus Schönborn. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, müssten da etwa 3000 m³ Schnee bewegt worden sein. | Fünf Fotos -> Klick

28.10.2007 | Liebe Jäger: Was ist hier los?
Was ihr hier seht, ist nicht etwa auf ein verschärftes Training unserer Fußballer zurückzuführen. Nein, auf unserem Waldsportplatz spielen die Schweine "Wilde Sau". Bis 20 m weit wühlten sich die Tierchen in die südliche Hälfte. Selbst nach der Bearbeitung mit dem Schleppbalken, sind die Löcher noch deutlich zu sehen. So ist der Platz zur Zeit nicht nutzbar. Können uns vielleicht die Jäger Antwort geben, wie es dazu kommt? Finden die Tiere nicht genug Futter im übrigen Waldgebiet? Oder gibt es vielleicht zu viele von ihnen? Ich bin jetzt seit etwa 40 Jahren regelmäßig Gast auf dem Waldsportplatz. So etwas habe ich noch nicht erlebt, selbst damals nicht, als ich als Jungpionier den am Hungertuch leidenden Wildschweinen Eicheln sammelte und diese in den Wald brachte.

18.09.2009 | Waldsportplatz wird für Wintersaison vorbereitet
Am Waldsportplatz wurden in letzter Zeit schon langsam Vorbereitungen für die Winterzeit getroffen, indem man den Weg zwischen den Umkleidekabinen und dem Sportplatz mit einer Schicht Schotter versehen hat. Hier muss man den Sportfreunden Gerd und Toni Minsel danken, die sich nach der Arbeit hingestellt haben und uns geholfen haben. Außerdem wollen wir uns bei der Firma Tieku bedanken, die uns mit der Technik unterstützt hat. Natürlich gilt auch der Firma Flechtlingen vom Steinbruch Brößnitz ein Dankeschön, die uns kostenfrei den Schotter zur Verfügung gestellt hat.
(Infos von R.Venus)

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Diese Schneise schlugen Panzer der NVA26.02.2005 | Panzer auf dem Waldsportplatz
Das war dann doch neu für mich! Bei der gestrigen Jahreshauptversammlung, gab es auf die Anfrage nach dem Geschehen auf dem Waldsportplatz, eine Erklärung durch Dieter Czirr.

Viele erinnern sich sicherlich noch an den Eisenbahnwagon, der vor den Containern als Umkleidemöglichkeit diente. Und viele kennen auch die Geschichte, dass dieser Wagon mit einem Panzer der NVA und russischer Unterstützung auf den Waldsportplatz gezogen wurde.
Jetzt aber das Neue, was mir bis jetzt nicht bekannt war! Die Wege verliefen ursprünglich so, wie sie jetzt wieder hergestellt werden. Der Panzer samt Eisenbahnwagon sah damals keine Möglichkeit diese Wege zu nutzen. So fuhr der ganze "Truck" kurzerhand durch den Wald, die im Wege befindlichen Bäume wurden einfach umgesenst und kamen zum Feuerholz. Seither diente diese Schneise als Einfahrt und Parkmöglichkeit. Dies war natürlich nicht in Ordnung.

12.11.2011 | Raschützwanderung bei herrlichem Sonnenschein
Bei herrlichem Sonnenschein und ruhigem Wetter, nutzten heute acht Wanderfreudige die Möglichkeit, den Raschütz und einen Teil seiner Geschichte wandernd zu entdecken.
Ziel dieser etwa 11 km langen Wanderung war es, nach Spuren der Geschichte zu suchen. Schließlich trägt unser Raschütz den Namen eines Dorfes, das vor etwa 600 Jahren nahe des heutigen Feuerwachturmes zur Wüstung wurde. Weitere Etappenziele waren unter anderem Grenzsteine der Stadt Hayn (Großenhain),
die bis vor etwa 400 Jahren Teileigentümer des Waldes war, die Elligast, die zwischen Schönborn und Weißig einmal sieben Teiche mit Wasser füllte und von denen heute nur noch der Kleine Teich (Buschteich) übrig ist.

Im Foto ein Grenzstein der Stadt Hayn (Großenhain)

Wer sich noch etwas informieren will, klickt hier ---> Klick

Elligast an der Steinbogenbrücke

14.01.2006

Sonnenschein - Da lockt der Raschütz

Für das Wochenende ist Sonnenschein programmiert. Da lohnt sich mal wieder eine Wanderung durch den verschneiten Raschütz. Ganz idyllisch ist es zur Zeit in der Umgebung der alten Steinbogenbrücke. Entlang der Elligast gibt es eine Menge zu entdecken.


Ein paar fotografische Eindrücke


04.01.2005
Einbruch auf dem Waldsportplatz

Was haben die Einbrecher wohl in den Umkleidecontainern des Waldsportplatzes gesucht? Dass der Verein hier keine Schätze aufbewahrt, ist doch eigentlich logisch. Der blanke Vandalismus.
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Auch in der Einfahrt hat sich etwas getan. Vielleicht wird ja doch noch etwas ordentliches daraus!?

Umkleidecontainer aufgebrochen



Der Raschütz
Der Raschütz ist ein Waldgebiet mit der Größe von etwa 750 ha. Die höchste Erhebung ist 189 m, die tiefste 138 m über NN. Er hatte viele Besitzer, unter anderen die Stadt Hayn (Großenhain), das Haus Wettin und das Land Sachsen. Große Brände sind bekannt aus den Jahren 1868 (103 ha) und 1945 (350 ha). Ab 1950 gab es im Schnitt pro Jahr fünf Brände. Da die Panzerstraße von Zeithain nach Königsbrück durch den Raschütz verlief, waren die Brände eine logische Folge. Eines ist dem Raschütz aber immer geblieben, die Menschen nutzten und nutzen ihn zur Erholung.


Grenzsteine
Auf der Rundreise im Raschütz begegnen einem auch viele Grenzsteine. Zum Beispiel der Stein im Bild. Er ist etwa 400 Jahre alt und ist ein Grenzstein der Stadt Hayn (Großenhain), der einst ein Stück des Waldes gehörte. Bei genauem Hinschauen erkennt man noch den Löwen aus dem Großenhainer Stadtwappen. Nach meiner Kenntnis gibt es noch vier Stück davon.


Grenzstein der Stadt Hayn.








Teichlandschaft zwischen Weißig und Blochwitz
Zwischen Weißig und Blochwitz gab es einst entlang der Elligast eine Teichlandschaft. Die Dämme künden heute noch davon. Der Damm im Bild liegt wenige hundert Meter südlich von Blochwitz. Er trennt Mittel- und Oberteich. Auf einem anderen Damm, dem zwischen Schwerdt- und Mittelteich führt die heutige Straße von Lampertswalde nach Blochwitz. Weiter Richtung Weißig kommt der Damm zum Kleinen Teich (heute auch Buschteich). An diesem Damm spannt sich heute noch eine interessante Steinbogenbrücke über die Elligast. Den Teich Nummer fünf, nahe Weißig, konnte ich nicht entziffern, ich vermute Wildteich. Vor etwa 400 Jahren sollen es einmal sechs Teiche gewesen sein.


Damm zwischen Mittel- und Oberteich.

Ausschnitt aus dem Oberreitschen Atlas
(Karte etwas größer, aber ziemlich undeutlich
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Rasewicz
Interessant ist auch die Geschichte des Dorfes "Rasewicz". Vor etwa 800 Jahren (1220 erste Erwähnung) befand sich dieser Ort nahe des heutigen Feuerwachturmes.
Die letzte urkundliche Aufzeichnung stammt aus dem Jahr 1406. In der obigen Karte aus dem Oberreitschen Atlas ist das Dorf noch als Wüstung eingezeichnet. Der Waldweg nördlich des Dorfes heißt heute noch "Wüster Dorfweg". Bis Kriegsende vor 60 Jahren, könnten die Reste des Dorfes noch zu sehen gewesen sein. Durch die Aufforstung nach dem Krieg (der Raschütz war zur Hälfte abgebrannt), ging wohl auch das Dorf mit verloren. Wenn man sich heute in das Gebiet begibt, kann man vermuten, dass für unbewachsene Stellen, vielleicht das Dorf Rasewicz die Ursache ist.


Ehrenmal für gefallenen Soldaten im zweiten Weltkrieg
Im Raschütz wurde bis in die letzten Tage des zweiten Weltkrieges gekämpft
.

Ehrenmal für die deutschen Gefallenen
Es steht an der Straße zwischen Lampertswalde und Brockwitz, rechter Hand kurz vor dem Ortseingang Brockwitz. Seit vielen Jahren wird es ehrenamtlich in Ordnung gehalten. Noch heute treffen sich jährlich ehemalige Soldaten an diesem Ort, um den gefallenen Kameraden zu gedenken.


Hinterlassenschaft der Wehrmacht
In der Nähe von Adelsdorf hinterließ die Wehrmacht alte Schießstände. Aufgetürmte Betonplatten und aufgeschüttete Hänge zeugen noch heute davon.


Betonplatten, wo man hinschaut.




Schneise am Schießstand.



Hinterlassenschaft der Nationalen Volksarmee
Gleich unterm Feuerwachturm sieht es heute ähnlich aus, wie bei den alten Schießständen.
Beiden Objekten wird es wohl nicht so ergehen, wie dem Dorf Rasewicz. 800 Jahre dürften nicht reichen, um so viel Beton verschwinden zu lassen.








Weitere interessante Objekte
- Wettinplatz in Weißig (wurde beseitigt)
- Ziegelei Schönborn


Solltet ihr irgendwelche Fehler bemerken oder andere Einwände haben, dann meldet euch bitte. Dann ändern wir dies ab.